FIDEL CASTRO

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Fidel Castro wurde am 13. August 1926 in Birán bei Mayarí in der Provinz Oriente in Kuba als Fidel Alejandro Castro Ruz geboren.

Der uneheliche Sohn eines Zuckerrohrplantagenbesitzers schloss sich nach dem Schulabschluss 1947 einer revolutionären Exilgruppe an, um Trujillo, den Diktator der Dominikanischen Republik, zu stürzen und beteiligte sich 1948 an der Auslösung politischer Unruhen im kolumbianischen Bogotá. Zwei Jahre später, 1950, wurde Fidel Castro Mitglied der linksreformistischen Partei “Partido Ortodoxo”, promovierte im selben Jahr zum Doktor der Rechtswissenschaften und eröffnete eine Rechtsanwaltskanzlei, die er bis 1952 führte.

1953 beteiligte er sich am Revolutionsversuch in Santiago de Cuba, wurde inhaftiert, ein Jahr später amnestiert und ging in der Folge ins Exil nach Mexiko, wo er unter der Leitung des spanischen Ex-Generals Alberto Bayo, der im spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republik gegen Francisco Franco gekämpft hatte, eine militärische Ausbildung der Guerilleros machte und auf den Argentinier Ernesto Guevara traf.

Im Dezember 1956 kehrte er nach Kuba zurück, um sich als Guerillakämpfer der “Bewegung des 26. Juli” an der Revolution gegen das Batista-Regime zu beteiligen. In der Neujahrsnacht 1959 erreichte Castro seinen Sieg. In Folge eines Generalstreiks der Bevölkerung, entzogen die USA der kubanischen Regierung jede Unterstützung. General Batista flüchtete noch in derselben Nacht in die Dominikanische Republik. Unter dem Jubel der Kubaner zogen Castro und seine Guerilla in Havanna ein.

Ab da führte Castro als “Máximo Líder” Kuba bis zum Jahre 2008 als Regierungschef und von 1976 bis 2008 als Staatspräsident mit diktatorischem Führungsanspruch. Er verstaatlichte Industrie und Landwirtschaft sowie zahlreiche US-amerikanische Unternehmen. Mit der Planwirtschaft führte er auch ein neues effizientes Volksbildungssystem mit Schulpflicht ein.

US-Präsident John F. Kennedy billigte 1961 die von Exilkubanern und der CIA geplante Invasion Kubas, um Fidel Castro zu stürzen. Das Landemanöver in der Schweinebucht scheiterte jedoch, was die Kubakrise auslöste, in der die Sowjetunion gegen die USA gerichtete Atomraketen auf Kuba stationierten. Kennedy verlangte den sofortigen Abzug der Raketen und verhängte gleichzeitig eine Seeblockade gegen Kuba, um weitere Stationierungen zu verhindern. Das Kräftemessen endete nach 13 bangen Tagen durch Einlenken des sowjetischen Präsidenten Nikita Chruschtschow, der den amerikanischen Forderungen nachgab.

Als 1975 die portugiesische Herrschaft in Afrika zusammenbrach, entsandte Castro zur Unterstützung der sozialistischen Befreiungstruppen 50.000 kubanische Soldaten nach Angola und Mocambique.

Der mit Michail Gorbatschows Reformpolitik eingeleitete Zusammenbruch des Sowjetimperiums löste eine Wirtschaftskrise in Kuba aus, die 1989 zu Unruhen auf Kuba führte und einer Massenflucht in die USA auslöste, die so groß war, dass die US-amerikanische Regierung ihr Einwanderungsgesetz änderte. 1994 leitete Castro eine umfassende Wirtschaftsreform ein, wodurch sich die politische Situation entspannte. Das Land erweiterte sein Engagement im Tourismus und erhielt dafür sowie für die Restauration unzähliger erhaltenswürdiger Immobilien hohe Zuschüsse von ausländischen Investoren. Ebenso wurden privatwirtschaftliche Initiativen im Hotelgewerbe und Einzelhandel auf Kuba zugelassen. Dennoch kam es nach wie vor zu massiven Verletzungen der Menschenrechte, Castro ließ Oppositionelle verhaften, zu hohen Gefängnisstrafen verurteilen und drei Todesurteile vollstrecken.

Ende April 2005 schlossen Venezuela und Kuba ein neues Wirtschaftsabkommen, das ihre Gegnerschaft gegen die USA betonte. Am 1. August 2006 gab der am längsten amtierende Staatsmann der Geschichte wegen einer schweren Darmerkrankung seine Funktionen als Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Präsident von Staatsrat und Regierung vorläufig und am 19. Februar 2008 an seinen jüngeren Bruder Raúl ab. Am 24. Februar wählte das Parlament seinen Bruder Raúl Castro als seinen Nachfolger im Amt des Staatspräsidenten.

Über Castros Privatleben ist nur wenig bekannt. Aus der ersten Ehe mit Mirta Diaz-Balart, die nur von 1952 bis 1954 dauerte, stammt ein Sohn. Celia Sanchez, Castros Gefährtin aus Revolutionstagen, verstarb 1980. Aus einer Affäre mit Natalie Fernandez stammt eine uneheliche Tochter und mit seiner zweiten Frau, Dalia Soto del Valle, hat Castro fünf Söhne. Es werden ihm außerdem bis zu sechs weitere uneheliche Kinder nachgesagt.

(Quelle: WHO’S WHO)

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